Prinzessin Diana
   Sie befinden sich: Prinzessin-Diana.info  >>  A Royal Dudy  >>  Die Emotionen der Königin der Herzen
  
   
 

A Royal Dudy

DIE EMOTIONEN DER KÖNIGIN DER HERZEN
Quelle:Daily Mirror, frei übersetzt

Bei Dianas zu Hause waren sie ganz Privat. Er erlebte im vollem Umfang ihre Emotionen. Er sah ihr Lachen und ihr Weinen, teilte ihre ganzen Stimmungen. In diesem Buchauszug gibt er einen faszinierenden Einblick in ihrem und seinen Leben, innerhalb der Wände des Kensington Palasts.

Möchten Sie einen Film sehen?" fragte die Prinzessin. Es war ein Samstagnachmittag und wir waren im Kensington Palast, gerade zurückgekehrt vom Einkaufen. Der Chefkoch konnte nach Hause gehen, nachdem er noch einen Salat zubereitet hatte. Das Haus war also ruhig. Es war ein freier Nachmittag an dem nichts weiteres geplant war und die Prinzessin hatte ein paar Stunden Zeit für sich.  

Sie stand im Eingang vor der Erdgeschossspeisekammer, als ich gerade zwei Tassen Kaffee zu bereitete. "Sie wählen den Film aus. Geben Sie mir fünf Minuten, "sagte sie und ging die eckige Treppe hinauf, die die halb weißen, halb gelben Wände umarmte.

Wir beide konnten endlos über Filme reden. Ich rührte den Kaffee in dem Porzellan um, welches sie bevorzugte. Ihre Sammlung war nicht sehr beträchtlich, wenn man dagegen die Filme von William und Harry sah. Aber sie hatte einige klassische Filme, die meisten mit einem Herz-Zehrenden, romantischen Thema. "Schmachtfetzen" nannte sie sie.

Im Wohnzimmer kauerte ich mich vor den VHS Filmen nieder, die zwei Regale eines weißen Schrankes füllten der die Unterseite eines fast Decke-hohen Bücherregals bildete: "Gone With the Wind, Silk Stockings, My Fair Lady, Top Hat, Carousel, South Pacific, Ghost, The English Patient."

Meine Augen brauchten nicht lange zu suchen, um einen garantierten "Schmachtfetzen" zu finden. "Ich denke dieser", sagte ich, als sie in den Raum kam und ich den Videofilm einlegte.

Die Prinzessin und der Butler setzten sich auf das rosa, gestreifte Sofa, das vor dem mahagonifarbenen Schreibtisch stand. Tageslicht flutete den Raum.

Eine Packung Kleenextücher lag auf einem Kissen zwischen uns. "Ich flenne immer bei diesem Film," sagte sie und griff nach einem Tuch, und der Film begann.

Sie setzte sich in eine komfortableren Position und schnäuzte ihre Nase, während wir den Liebesfilm ansahen. Fragen Sie irgendjemanden, wer jemals mit der Prinzessin ein Konzert besuchte oder sich ihr anschloss, z.B das - the strains of Rachmaninov's Piano Concerto No 2 - rührte sie jedes Mal zu Tränen. Auch bei unserem Film brachen Schluchzer neben mir aus.

Die Tränen strömten ihre Wangen hinunter. Sie fing an zu lachen, als sie sah, dass ich ein Tuch in meiner Hand hielt: "Wir sind beide so albern!" Wir lachten - Gott, wie wir lachten. Und dieses Mal konnte ich sogar bei - Rachmaninov - lachen.

Diese Nacht, und bei unzähligen anderen Anlässen spielte sie das Konzert endlos auf ihrem tragbaren CD-Spieler.

Oder sie würde am Flügel, neben dem Zeichnungsraumfenster sitzen und hinaus in den Palastgarten sehen. Ich würde leise oben an der Tür stehen und sie unbemerkt beobachten, wie sie am dunklen Holzklavier spielte, ganz in Gedanken - mit verschlossenen Augen.

Vergessen alle Gegenstände, die ich aus dem Kensington Palast mitnahm. Diese Erinnerungen mit der Prinzessin waren viel wichtiger.

Aber bevor wir einander so vertrauten, um solch schnulzige Filmmomente zu teilen, musste ich es mir erst verdienen. Denn Vertrauen kommt mit der Zeit!

Nach dem Verlassen von Highgrove, teilte ich mir die Arbeit mit Harold Brown. Im April 1993 zogen wir im Kensington Palast ein.

Ein vertrautes Gesicht wartete, um uns zu begrüßen. Die Prinzessin von Wales hatte lächelnd einen Blumenstrauß für Maria. Welche anderer Chef würde sich die Zeit und die Mühe nehmen, das zu tun?

Als Maria die Autotür öffnete, sprang die Prinzessin aus dem Auto. "Willkommen! Willkommen! Willkommen! Da sind sie ja endlich, "sagte sie und umarmte Maria, sowie Alexander und Nicholas [die Kinder des Butlers], die zu ihr liefen und sich an ihren Beinen klammerten.

Als der Möbelwagen geleert wurde, stand die Prinzessin draußen im Sonnenschein, und sah fasziniert unseren Haushaltswaren an. "Ich liebe es, neugierig zu sein," sagte sie . "Oh, das ist nett, Maria, ich wusste nicht, dass Sie solche Sachen haben."

Dann klatschte sie:, "ich gebe ihnen frei um sich jetzt einzuleben", und ging über den Rasen zurück zum Palast, bevor sie zu ihrer Schwester, Lady Sarah McCorquodale in Lincolnshire fuhr, wo sie Ostern verbleiben wollte. Sie hatte Ostereier, die sie für ihre Nichten und Neffen zusammen packte.

Wir kontrollierten die Wohnung. Es gab neue Teppiche und einen neuen Ziegelboden in der Küche. Die alte Kaserne in der wir einzogen, war ein umgewandelter Block, der die Diener und Soldaten einmal unterbrachte, die den Palast beschützten. Einst hatte König William III das Anwesen gekauft. In modernen Zeiten wohnen dort königliche Angestellte.

Unsere Nachbarn waren Dianas Schwester Jane und ihr Mann Herr Robert Fellowes, der Privatsekretär der Königin, Brigadier Miles Hunt-Davies, die Privatsekretärin des Herzogen von Edinburghs, Jimmy Jewell, der Buchhalter und Herr Ronald Allison der Pressesekretär der Königin. Der Butler Harold Brown wohnte nicht im Personaltrakt. Durch Beziehungen im Buckingham Palace hatte er sich ein Appartement innerhalb des Kensington Palasts gesichert.

Er wurde zwar als Diener angesehen, der jedoch wie ein Angehöriger der königlichen Familie lebte. Wir arbeiten getrennt im Haushalt und teilten uns den Tag, um die Prinzessin zu bedienen.

Aber mein erster Tag an KP war vier Monate früher gewesen. Am diesen Tag ging ich durch die Türen des KP als Diana kam und meine Hand schüttelte und aie sagte: "Sie sind jetzt Teil meines Teams. Willkommen beim A Team!" Ich lebte mich routinemäßig ein. An den Wochenenden war ich in unserem Häuschen bei Highgrove, um Maria und meine Kinder zu sehen.

Es war für Maria schwierig, auf dem Besitz von Highgrove zu leben. Ihr und den Jungen wurde gesagt, dass ihnen nicht mehr erlaubt wurde, zum zum Haupthaus zu gehen. Irgendjemand Fremdes hätte gedacht, dass unser Häuschen die Pest hatte, weil wir wie Geächtete behandelt wurden.

In den Augen des Haushalts gehörten wir nicht mehr. Ich kann nicht sagen, dass wir nicht gewarnt wurden. Der Kammerdiener von Prinz Charles Michael Fawcett hatte vor der Trennung gesagt: "Achten Sie darauf, welche Seite Sie unterstützen. Erinnern Sie sich daran, dass der Prinz eines Tages König sein wird."

Er war dem Prinzen ergeben, aber ich war von der Prinzessin gewählt worden. Sie übernahm mich nicht und doch hatte sie mich aufgefordert. Ich hatte nicht vor, sie zu enttäuschen.

Aber Maria litt. In den ersten Wochen von 1993 wurde Lita Davies, eine Zugehfrau bei Highgrove von jemandem aus Charles' Lager gefragt, warum sie ihre Freundschaft zu Maria beibehalten wolle. Es war wohl das Beste, den Kontakt abzubrechen.

Lita war darin unnachgiebig, denn sie wollte sich ihre Freunde schon selber aussuchen.

Danach wurde der Druck verschärft. Sie wurde aufgefordert, nichts zu erörtern, was bei Highgrove vor sich ging.

  Lita teilte uns ihre Resignation am folgenden Tag mit. Es gab eindeutig eine tiefe Sorge im Lager des Prinzen, dass die Prinzessin noch eine Auge auf Highgrove hatte. Es war ein Zeichen davon, wie schwierig die Situation geworden war. Sie überzeugte Maria davon, dass wir nach London zogen.

In unserer ersten Woche als Familie, im KP war die Prinzessin sehr gastfreundlich und großzügig. Als ob sie alle Zweifel löschen wollte, die wir evt. haben könnten, dass wir die Landschaft verlassen hatten. Der Tag an dem sie von ihrer Schwester zurück kam, nahm sie William und Harry, Alexander und Nick und lud sie zu einem Tag im "Park Thorpe" in Surrey ein.

Die Prinzessin schenkte den Jungen einen einen unvergesslicher Aktionstag voller Spaß, mit rasanten Fahrten, und kaufte ihnen Wasserpistolen.

Nick war gerade einmal 5 und ließ den ganzen Tag die Hand der Prinzessin nicht los. Die Pressephotographen folgten ihnen und sie trug ihn auf seinen Schultern und fuhr rasante Fahrten mit allen. Am Nächsten Tag konnte man in der "Sun" die Schlagzeile lesen: "William und Harry lernen, den normalen Sinn des Lebens mit den Söhnen des Butlers".

Der Artikel zitierte den königlichem Photographen Jim Bennett, der gesagt hatte, was wir schon wussten: "Die Prinzessin behandelt die Jungen des Butlers wie ihr Eigen. Wenn Sie ein Beobachter wären und Sie nicht wüssten, dass das die Prinzessin von Wales war, würden Sie sich vorstellen, dass es eine junge Mama mit ihren vier Kindern wäre ."

Diese Woche begleitet ich die Prinzessin, ins königliche Opernhaus, um das Ballett Don Quixote zu sehen. Ich servierte das Abendessen in der königlichen Loge für die Prinzessin und ihre Freunde. Im Hintergrund erlebte ich meine erste Ballettaufführung. Zurück im KP war ich in der Speisekammer, als die Prinzessin ihren Kopf durch die Tür steckte: "Was dachten Sie?" fragte sie . Dies war meine Chance sie zu beeindrucken, meine weltliche kluge Chefin mit meinem grundlegenden Bericht zu beeindrucken, um ihr zu zeigen, dass ihr neuer Butler kein Ungebildeter Kauz war. Ich sagte ihr, dass ich dachte, dass es erstaunlich gut war. Ich fragte sie, wie sie es fand. "Quatsch," sagte sie und gestikulierte und lachte, als sie meine Überraschung sah.

In den Monaten, bevor wir in der alten Kaserne zogen, schlief ich ich in einem Zimmer im obersten Bodenkinderzimmer.

Der KP brachte hundert Menschen und vier königliche Haushalte unter, die ihr eigenes unabhängiges Leben mit ihren jeweiligen Privatsekretärinnen, persönlichen Dienern, Hofdamen, Butlers, Chauffeuren, Mädchen, Friseure, Chefköchen und Polizeischutzbeamten führten.

Die Appartements der Prinzessin befanden sich nördlich außer Sichtweite, hinter der Palastvorderseite. Man erreichte sie auf den langen Fahrweg, die an der alten Kaserne vorbei führte. Durch die Fenster hatte man rechts einen Ausblick auf den von privaten Mauern umgebenen Garten der Prinzessin. Dort zog sie sich in den Sommermonaten zurück. Es war ihr Heiligtum im Zentrum des Palastes.

Jeden Tag wenn die Sonne draußen war, habe ich einen Liegestuhl mit einem Handtuch bedeckt und eine abgekühlte Flasche Volvic Wasser im Schatten gestellt. "Es ist dort so friedlich - es gibt mir eine Ruhe, die schwer zu erklären ist," sagte sie. Sie konnte dort Stunden verbringen. Sie sonnte sich, sie las und hörte Musik aus ihrem CD-Walkman.

Ihre Privatsphäre und das ihrer Besuchern, sollte geschützt werden. Denn sie wollte nicht, dass sie sich unwohl fühlten. Sie wurden geschützt durch einen geheimen Gang der zu ihren Appartements führte.

Der Gang war nicht durch CCTVKAMERAS ausgestattet. Er schützte auch den Bereich von Prinzessin Margaret, die auch ihre Privatsphäre vehement beschützte. Besucher wurden von den Überwachungskameras der Polizei ferngehalten. Es war meine Pflicht, bestimmte Gäste durch die Hintertür hereinzubringen.

Der KP war nicht das gemütliche Haus, wovon die Prinzessin oft geträumt hatte. Aber es war eine Festung, die sie für extrem sicher, für sich und ihre Kinder hielt. 1992, als es nur noch ihr zu Hause war, bekam jedes Zimmer ihren persönlichen dekorativer Stil.

So wurden Teppiche die das Wahrzeichen von Prinz Charles trugen entfernt. Aber sie tat es nicht, weil sie all die Erinnerungen ihres Partners loswerden wollte, sondern weil sie einen andern Geschmack hatte.

Sie respektierte, dass es auch das Zuhause ihrer Söhne war und sie auch Fotos von "Papa" hinstellten. Aber sonst waren Photos der Kinder das Monopol des Hauses.

An den Wänden vom Ankleidezimmer gab es etwa 20 offizielle Portraitphotos von der Prinzessin mit William und Harry, die von Patrick Demarchelier aufgenommen wurden. Schwarzweißabbildungen der unbewachten Momente in einem Studio, die beiden Arme umfassten die Jungen. 

Wohin auch immer man schaute, waren Abbildungen von William und Harry jedes Alters zu sehen. Sie waren an den Wänden, auf dem Schreibtisch, auf dem Klavier und den Korridoren.

Die Jungen lebten ein ziemlich einfaches Leben. So machte sie Prinz Charles' Studie zu einem eigenen Wohnraum für William und Harry. In diesem Zimmer gab es Stunden voller Spaß. Meine Söhne spielten z.B oft mit den Prinzen Play Station.

In ihrem Wohnzimmer liebte es die Prinzessin die aufgeregten Schreie der Kindern zu hören.

An den Abenden aßen sie und ihre Söhne manchmal zusammen im Zimmer der Jungen. William liebte es, das BBC Krankenhaus Drama zu schauen, während sich seine Mutter und Harry auf dem Sofa vor entsetzen abwandten.

Oder sie würden "Blinddate" spielen und versuchen, das die Paare zusammen passen.. "Wählen Sie Nummer eins aus!" würde die Prinzessin schreien, während die Jungen eine andere Auswahl treffen würden. "Nein, nummerieren Sie zwei, nummerieren Sie zwei!" würden sie schreien.

Ich denke, dass es jedes Mal ein natürliches Tief gab, wenn die Jungen ihren Vater besuchten oder in die Internatsschule zurück mussten.

Beim Abschied der Jungen stand Prinzessin Diana immer auf der Eingangsstufe und sagte zu ihnen: "Ich vermisse meine Mamajungen!"

Wenn die jungen Prinzen weg waren, schrieb die Prinzessin ihnen endlos Briefe. Fast jeden Tag, manchmal zwei oder dreimal am Tag. Jeder Brief drückte die Sehnsucht aus. Beim Wiedersehen würde sie die Jungen mit Umarmungen und Küssen überschütten.