Prinzessin Diana
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A Royal Dudy

MITGLIED DER KÖNIGLICHEN FAMILIE: DI, DU WIRST AUSSPIONIERT
Quelle:Daily Mirror, frei übersetzt

PAULS Burrells sensationelles Buch „A Royal Duty“ (eine königliche Pflicht erzählt die wahre Geschichte des Lebens mit Diana, Prinzessin von Wales. Er deckt zum ersten Mal auf, wie sie wirklich über die königliche Familie und das Ende ihrer Verbindung zum Prinzen Charles fühlte. In diesem Auszug erzählt er von wachsenden Sorgen der Prinzessin, dass sie sich starke Feinde gemacht hatte und wie sie davon überzeugt war, „sie“ würden sie ausspionieren und all ihre Schritte kontrollieren.

SEIT dem Ende meines Versuches, als ich zum ersten Mal das Treffen mit der Königin genau schilderte, hat es viele Spekulationen gegeben und abermals Schelte über die unterschwelligen Botschaft der Königin, „vorsichtig / zurückhaltend zu sein".

Also, was meinte sie? Alles, was ich weiß, ist, was ich hörte. Ich ging weg und akzeptierte, was gesagt wurde und wie es gemeint war - als ein Ratschlag, wachsam zu sein.

Meiner Meinung nach bat die Königin mich, mich vor jedermann in acht zu nehmen, weil keine als sie meine Situation besser verstand, in der ich war – angesichts der Nähe zu Diana.

Der Hinweis auf die „Kräfte in diesem Land, über die wir keine Ahnung haben“ hat mich häufig beschäftigt und, ja, ich habe mir auch Sorgen gemacht.

ALLES, was ich weiß, ist, dass, in den vier Jahren nach der Warnung Ihrer Majestät, ich verhaftet wurde und eines Verbrechens beschuldigt wurde, das ich nie begangen habe.

Niemand als ich ist sich der Bedeutung meines Wissens bewusster: Wenn die Prinzessin mir bestimmte Informationen mitteilte, teilte ich damit immer auch historisches Wissen.

Ich war ihr unabhängiger Zeuge der Geschichte, in der gleichen Weise, wie ich Zeuge der Briefe war, die sie schrieb und empfing und der Scheidungspapiere, die sie anfasste und auch Zeuge ihrer Willensbildung. Sie teilte mir auch ihr Sorge mit, dass sie ständig überwacht wurde.

Es ist naiv zu denken, dass die Prinzessin, vom Augenblick ihrer Heirat mit Prinz Charles, nicht mehr überwacht, ihre Telefonanrufe nicht länger abgehört und ihre Beziehungen nicht weiter überprüft wurden.

Es ist eine reine Routinesache, dass alle Mitgliedern der Regierung und der königlichen Familie überwacht werden. Diana wusste das. In dieser Hinsicht waren in allen meinen Jahren am Palast Highgrove und Kensington „die Kräfte“ diskret am Werk. Sie machte mich ständig darauf aufmerksam und auf die Notwendigkeit, aufmerksam zu sein. Wenn es eine Sache über das Leben am Kensington Palast gab, was die Prinzessin verabscheute, war es das unvermeidliche Gefühl, ständig gehört oder überwacht zu werden.

Diese war einer der Gründe, warum sie ihren Polizeischutz ablehnte. Sie misstraute der Polizei als ein Werkzeuge des Staates. Tatsächlich hatte sie ein tief liegendes Misstrauen über alles und jeden, was mit dem Staat zu tun hatte. Als wir beide vom Palast weg waren, vermutete sie sogar, dass Abhörvorrichtungen in den Wohnungen 8 und 9 heimlich eingerichtet worden waren.

EINMAL, haben wir beide alle Möbel auf eine Seite in ihrem Wohnzimmer verschoben, die Teppiche aufgerollt und haben dann den Fußboden mit Schraubendrehern aufgestemmt. Sie war besorgt, dass es im Palast Abhörvorrichtungen gab – doch wir fanden nichts.

Sie sorgte sich um mögliche Abhörgeräte, die in Steckdosen, in Schaltern oder in Lampen installiert sein könnten. Manche werden diese Ängste als Paranoia bezeichnet … Aber die eifrigen Kritiker haben nicht realisiert, dass sie triftigen Grund zur Sorge hatte.

Sie war vorsichtig, nicht paranoid, weil sie sich auf stichhaltige Informationen bezog, die sie von jemand erhalten hatte, der für den britischen Nachrichtendienst gearbeitet hatte; ein Mann, auf dessen Sachkenntnis, Rat und Freundschaft sich die Prinzessin verlassen hat.

Sogar ein anderes Mitglied der königlichen Familie warnte die Prinzessin: „Du musst diskret sein, sogar in deinem eigenen Haus, weil „sie“ alles immer mithören.“

(Vor meinem Versuch beim Old Bailey 2002, bestätigte ich Beweise, dass meine Telefonleitungen, während der Polizeiuntersuchungen, abgehört worden waren - ohne mein Wissen und mindestens 20 Telefonnummern waren überwacht worden).

Vor dem Hintergrund dieses Wissens, fordere ich jedermann in der Position der Prinzessin auf, auf die Jagd auf Abhörvorrichtungen zu gehen. Als Diana keine Wanzen fand, ersuchte sie Hilfe bei ihrem Freund des britischen Nachrichtendienstes.

Eines Wochenendnachmittages besuchte dieser den Palast unter einem Pseudonym. Er untersuchte die Räume, um Hörvorrichtungen zu finden. Jeder Raum wurde überprüft. Nichts wurde gefunden.

Dann, ein Beweis nach dem anderen, wurden der Prinzessin und mir eine scharfe Lektion in Sachen Hi-Tech-Überwachungstechniken erteilt.

Aber was die Prinzessin am meisten erschrak, war zu lernen, dass zur „Überwachung“ nicht notwendigerweise Geräte im Haus installiert werden müssen.

Intelligente Hi-Tech erleichtern es, dass ein Gespräch von einem Überwachungswagen gehört werden kann, der draußen geparkt wird, indem ein Signal in das Gebäude übertragen und durch Spiegel zurückgeworfen wird. Infolgedessen nahm sie den runden konvexen Spiegel herunter, der über dem Marmorkamin gegenüber dem Fenster im Zimmer hing. Sie war nicht paranoid: sie wurde beraten.

In den letzten zwei Jahren ihres Lebens wuchs die Sorge der Prinzessin um ihre Sicherheit in zunehmendem Maße. Seit der Trennung 1992, glaubte sie, dass sie innerlich gewachsen und bereit war, ihren humanitären Missionen nachzugehen. Aber, richtig oder falsch, je stärker sie wurde, desto mehr wurde sie auch betrachtet als „modernes Ärgernis / Nervensäge“. Ihre humanitäre Arbeit in Angola 1997 führten zu Andeutungen, dass sie eine „unkontrollierte Kanone“ sei, die mehr Schaden anrichte als Gutes zu tun.

Im Herbst 1996 hatte sie ein überwältigendes Gefühl, dass sie „jemanden im Weg stehe“ sei. Sie glaubte zweifellos, dass „das System“ ihre Arbeit nicht schätzen würde und dass, so lange sie auf der Bildfläche war, Prinz Charles nicht wirklich vorwärts kommen könne. „Ich bin stark geworden und sie mögen es nicht, wenn ich Gutes tue und ich – ohne sie - auf eigenen Füssen stehen kann“, sagte Diana.

IN einer bestimmten Periode der Angst, im Oktober 1996, rief die Prinzessin mich aus dem Speisezimmer. Ich traf sie in der Mitte der Treppe. Wir führten ein Gespräch über ihre Sorgen und Selbstzweifel. Sie fühlte, dass es Versuche gab – sie nannte es „Anti-Diana-Brigade“ - sie in der öffentlichen Meinung zu schwächen. Wir sprachen über die Rolle von Tiggy Legge-Bourke. Wir sprachen über Camilla Parker Bowles und ob Charles sie wirklich liebte. Unvermeidlich sprachen wir darüber, wie sich die Prinzessin unterlaufen und entwürdigt fühlte. Aber die Grundlage des Gespräches schienen ihre Zukunftsängste zu sein. Es war ein „schwarzer Tag“ und die Prinzessin brauchte jemanden zum Sprechen. Bei all dem Durcheinander ihrer Gedanken gingen wir in das Wohnzimmer, um das alles niederzuschreiben und dem allen Sinn zu geben.

Abermals brachte der Stift ihre Gedanken in irgendeine Form - eine Art Therapie. Als die Prinzessin an ihrem Schreibtisch am Sofa saß, und ihr wildes Gekritzel anschaute: „Ich werde dieses datieren und möchte, dass du es aufbewahrst … nur für den Fall,“ sagte sie. … Sie war, rational oder irrational, besorgt um ihre Sicherheit und geplagt von ihrem Verstand.

Sie notierte, was sie dachte, ohne ihr Handeln zu rechtfertigen. Ich denke, dass sie sich sonst dumm oder vielleicht verlegen gefühlt hätte. Sie wollte es nur niederschreiben. Es war, in einer Weise, ihre Versicherung für die Zukunft. Als sie den Brief beendete, knallte sie ihn in einen Umschlag, der an „Paul“ adressiert war, versiegelte ihn und übergab ihn mir. Ich las ihn am nächsten Tag zu Hause und dachte nichts dabei. Es war nicht das erste Mal, dass sie mir gegenüber ihre Sorgen ausdrückte, schriftlich oder mündlich. Aber der Inhalt dieses Briefes hat mich seit ihrem Tod geplagt. Dieses ist es, was sie schrieb, 10 Monate bevor sie durch den Autounfall in Paris starb.

Dieser Brief ist ein Teil der Belastung, die ich seit Dianas Tod in mir trage. Die Entscheidung, was mit ihm zu tun ist, war die Quelle einer langen Suche in meiner Seele.

Alles, was ich sagen kann, ist: Stellen sie sich vor, dieser Brief wäre an sie geschrieben worden von jemanden, den sie lieben und dann, innerhalb des folgenden Jahres, stirbt diese Person bei einem Autounfall. Beim Versuch, dem Brief Sinn zu geben, neigt man zu schwanken: eine wilde Übereinstimmung angesichts der Umstände oder paranoide Ausführungen?

Ich hatte gehofft, dass sich die Angelegenheit klären würde durch eine Untersuchung des Todes von Diana – durch eine volle Prüfung der Umstände des 31.Augusts 1997 durch ein Gericht in Großbritannien. Aber, aus unerklärlichem Grund, hat es keine Untersuchung gegeben. Wenn es jemand Anderes gewesen wäre, hätte eine Untersuchung durchgeführt werden müssen und doch ist dieser wesentliche, aufklärende Prozess einfach beiseite gelegt worden.

Am Spätsommer 2003, wurde es verkündet, dass eine Untersuchung in Surrey geplant sei, um die Umstände - hauptsächlich den Tod von Dodo ALFayed - zu überprüfen. Es war unklar, ob diese Anhörungen den Tod der Prinzessin umfassen würden. Durch was auch immer diese Situation nun herbeigeführt wurde. Das Fehlen einer Untersuchung bis jetzt und der Versuch Scotland Yards und des CPS mein Ansehen mit Old Bailey Versuch 2002 zu zerstören, hat mich dazu gebracht, den Inhalt dieses Briefes zu veröffentlichen.

Ich stimme darin überein, dass es vielleicht vergeblich ist. Ich kann nicht mehr tun als diesen Brief zur Verfügung zu stellen – ein weiteres Fragezeichen. Aber, wenn dieses Fragezeichen zu eine Untersuchung und einer vollständigen Prüfung der Tatsachen durch die britischen Behörden führt, hat es etwas erzielt. Möglicherweise gibt es einen Wunsch der britischen Untersuchungsbehörden, die Angelegenheit zu übergehen, aber das darf nicht zugelassen werden.